{"id":159,"date":"2018-10-05T10:56:16","date_gmt":"2018-10-05T08:56:16","guid":{"rendered":"http:\/\/auernheim-mfr.de\/wordpress\/?page_id=159"},"modified":"2019-01-12T21:05:33","modified_gmt":"2019-01-12T20:05:33","slug":"posaunenchor","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/auernheim-mfr.de\/index.php\/vereine\/posaunenchor\/","title":{"rendered":"Posaunenchor"},"content":{"rendered":"<h2>Chronik Posaunenchor Auernheim<br \/>\nanl\u00e4sslich 50-j\u00e4hrigem Gr\u00fcndungsfest im Jahre 2006<\/h2>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<blockquote><p>Wenn ein Posaunenchor sein 50-j\u00e4hriges Bestehen feiert soll dies auch Anlass sein, einiges aus der Geschichte bzw. den Werdegang unseres Chores zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Die niedergeschriebene Gr\u00fcndung findet sich im Protokollbuch der Pfarrei. Hier steht unter dem 6. Februar 1956 \u201eDie Kirchenstiftung \u00fcbernimmt die Tr\u00e4gerschaft f\u00fcr einen Posaunenchor. Der eigentliche Ansto\u00df erfolgte bereits, auf Initiative einiger junger Auernheimer Burschen, im Jahre 1955. Adolf Haas, Hermann R\u00f6sch und Richard Wittmann sammelten mehr oder weniger heimlich aber erfolgreich das erste Geld um Instrumente und Notenmaterial zu beschaffen. Die Spendensammlung ergab ca. 400 DM. Zur weiteren Finanzierung findet sich in der Chronik der Pfarrei unter dem 6. M\u00e4rz 1956 der Eintrag. \u201eF\u00fcr den Posaunenchor stiftet die Jagdgenossenschaft 1250 DM und die politische Gemeinde 400 DM. Ebenfalls am 6. M\u00e4rz 1956 fand der erste \u00dcbungsabend statt. Unter der Leitung von Pfarrer Karl Hartmann waren die ersten Bl\u00e4ser Adolf Haas, Hermann R\u00f6sch und Wilhelm Kre\u00df (Frankenstrasse). Diese vier Pioniere hatten ihren ersten \u00f6ffentlichen Auftritt w\u00e4hrend des Erntedankgottesdienstes 1956 mit dem Lied \u201eNun danket alle Gott\u201c.<\/p>\n<p>Im Protokollbuch finden sich folgende Aufzeichnungen hinsichtlich der ersten Auftritte im Anfangsstadium:<\/p>\n<p>13. Februar 1957 80. Geburtstag von Fr. Sophie Knoll.<\/p>\n<p>21. Februar 1957 Faschingsabend des Posaunenchores, zusammen mit dem M\u00e4dchenkreis.<\/p>\n<p>24. Februar 1957 Vortrag im Gasthaus Kuhr \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Kirchenliederdichter Paul Gerhardt.<\/p>\n<p>01. April 1957 Beerdigung von Hermann Frank aus Schlittenhardt.<\/p>\n<p>Offensichtlich fand die Gr\u00fcndung Gefallen bei den Gemeindegliedern, denn die Zahl der Bl\u00e4ser nahm rasch zu. Unter anderem schlossen sich die Herren Ernst R\u00f6thel sen., Michael Repokis und der jetzt noch aktive Bl\u00e4ser Friedrich Wirth dem Posaunenchor an. Es folgten im Jahre 1958 unser derzeitiger Vorstand Willi Wiedemann und Wilhelm Kre\u00df (Kurzgasse). 1959 begann unser jetziger Bassbl\u00e4ser Hermann Kre\u00df das Fl\u00fcgelhorn zu spielen. Er g\u00f6nnte sich aber in den folgenden Jahrzehnten eine 16-j\u00e4hrige Auszeit.<\/p>\n<p>1962 begann Willi Wittmann von der Freihardt seinen Dienst. Er entpuppte sich im Laufe der Zeit als unser Musikprofessor. Ob Terz, Quinte oder Oktave, f\u00fcr jede Notenfolge hat er einen Namen parat, und wenn es n\u00f6tig wird mal schnell ein Takt auf unsere spielerischen M\u00f6glichkeiten umkomponiert.<\/p>\n<p>Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb 1963, im Alter von nur 46 Jahren, Herr Ernst R\u00f6thel sen. Ernst R\u00f6thel war bis zu seiner Krankheit stellvertretender Chorleiter. Im selben Jahr trat sein Sohn Ernst R\u00f6thel jun. in den Chor ein. Es folgten 1965 Gerhard Aust und 1966 Hermann Wittmann.<\/p>\n<p>Im Jahre 1971 ging Ortspfarrer Karl Hartmann in den Ruhestand und beendete gleichzeitig seine Chorleitert\u00e4tigkeit. Er hinterlie\u00df einen Chor der innerhalb des Dekarnats Heidenheim auf hohem Niveau stand. In seinem Rentnerdomizil in Treuchtlingen verstarb Pfarrer Hartmann 1977.<\/p>\n<p>Bis zur Nachfolge im Jahr 1973 durch den neuen Ortspfarrer Horst Schmeckel \u00fcbernahm Friedrich Wirth die Leitung. Im gleichen Jahr trat die derzeit einzige Bl\u00e4serin in den Chor ein. Christa R\u00f6thel musste sich in der M\u00e4nnerdom\u00e4ne durchsetzten und das macht sie bis zum heutigen Tage mit Bravour.<\/p>\n<p>Drei Jahre vor Eintritt von Wilhelm Wittmann sorgte im Dezember 1976 sein Vater Willi f\u00fcr einen besonderen Lacher. Bei der Anfahrt zum Geburtstagsst\u00e4ndchen f\u00fcr Frau Christiana W\u00f6llmer chauffierte Willi ein Huhn von der Freihardt bis nach Auernheim. Eigentlich nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches, aber das Huhn lie\u00df sich auf dem Dachgep\u00e4cktr\u00e4ger transportieren. Am darauf folgenden Faschingsumzug wurde der bis heute noch bekannte Spruch kreiert \u201eWilli lass das Huhn zu Haus, sonst gehen dir die Eier aus\u201c.<\/p>\n<p>Am Sonntag den 9. Mai 1982 feierten wir im Rahmen eines Bezirksposaunentages unser 25-j\u00e4hriges Bestehen. \u00dcber 300 Bl\u00e4ser aus 16 Ch\u00f6ren trugen zum Gelingen des Festtages bei. Nach Morgenmusik an verschiedenen Pl\u00e4tzen, Festgottesdienst und Totenehrung fand am Raiffeisenvorplatz eine beeindruckende Festversammlung statt.<\/p>\n<p>Im Oktober 1986 verabschiedete sich Ortspfarrer und Chorleiter Horst Schmeckel. Die Motivation der Bl\u00e4ser hatte in den letzten Jahren einen kleinen Tiefpunkt erreicht. Nun galt es die Aufgaben innerhalb des Posaunenchores neu zu verteilen. Es begann erstmals eine \u00c4ra ohne Geistlichen als Chorleiter. Die musikalische Leitung \u00fcbernahm Friedrich Wirth, Stellvertreter wurde Willi Wittmann. Wilhelm Kress (Kurzgasse) wurde zum Vorstand und Hermann Wittmann zum Kassier und Schriftf\u00fchrer gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ende Februar 1987 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit unser Tubabl\u00e4ser und Gr\u00fcndungsmitglied Wilhelm Kress (Frankenstrasse). Er hatte eine L\u00fccke hinterlassen, die sich sehr schwer schlie\u00dfen lie\u00df.<\/p>\n<p>Nach seiner Integration in Auernheim wechselte Ernst Lepp im Herbst 1986 vom Posaunenchor H\u00fcssingen nach Auernheim. Ende 1987 gesellten sich die Bl\u00e4serkameraden Karl Enser und Emil W\u00fcst, beide aus Schlittenhardt, zum Posauenchor. 1991 folgte Andreas Kress.<\/p>\n<p>Altersbedingt trat 1991 Wilhelm Kress vom Amt als Vorstand zur\u00fcck. Seine Nachfolge \u00fcbernahm Willi Wiedemann, der das Amt auch bis heute noch ausf\u00fchrt. Im August desselben Jahres verstarb v\u00f6llig \u00fcberraschend unser 2. Stimme Bl\u00e4ser Rudolf Bierlein im Alter von 35 Jahren. Er leistete \u00fcber 22 Jahre treue Bl\u00e4serdienste.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1994 \u00fcbergab Friedrich Wirth die musikalische Leitung an Gerhard Aust. Und wie der Volksmund schon sagt \u201ealler Anfang ist schwer,\u201c blieb auch Gerhard davon nicht verschont. Bei seinem ersten Weihnachtsgottesdienst als Chef begegneten wir Gehard auf dem Weg zur Kirche und er begr\u00fc\u00dfte uns mit den Worten \u201eAuf geht\u2019s pack mers\u201c. Er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht , dass die Kirche soeben zu Ende war. Mit Gerhard \u00e4nderte sich aber auch unsere Musik. Anstelle von Chor\u00e4len und Intraden wurden jetzt auch Walzer, Polkas oder M\u00e4rsche ge\u00fcbt. Da diese flottere Stilrichtung f\u00fcr uns alle Neuland war, kam und kommt auch heute immer wieder noch folgender Spruch von Gerhard: \u201eIhr spielt immer b\u00e4\u00e4h, b\u00e4\u00e4h, b\u00e4\u00e4h; das geht bamm, babberamm, babberamm. Sowas hat mer doch in de L\u00f6ffel\u201c.<\/p>\n<p>Im Dezember 1994 verstarb einer der Urgesteine des Posaunenchores. Michael Repokis war eine gro\u00dfe St\u00fctze w\u00e4hrend seines 35-j\u00e4hrigen Schaffens innerhalb des Chores. Er war au\u00dferdem unser \u201eSchmiermaxe\u201c. Kleine Reparaturarbeiten wurden von ihm sofort erledigt, egal ob Notenst\u00e4nder oder Trompete.<\/p>\n<p>Zur Jahrtausendwende traten dann die letzten, bis heute noch aktiven Bl\u00e4ser ein, n\u00e4mlich Dominik R\u00f6thel, Michael Eisen und Herbert Illing. Bemerkenswert ist, dass Herbert die Kunst des Trompetenspiels im reiferen Alter von 57 Jahren erlernte.<\/p>\n<p>Im August 2003 mussten wir Abschied nehmen von unserem Tenorhorn-Bl\u00e4ser Hermann Neumeier. Hermann trat 1990 in unseren Posaunenchor ein. Zwei Jahre sp\u00e4ter, im April 2005, verstarb der ehemalige Vorstand Wilhelm Kress (Kurzgasse), welcher sich besonders in den 70-iger und 80-iger Jahren durch die Ausbildung von Jungbl\u00e4sern verdient machte.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz diesen Jahres hatten wir noch eine au\u00dfergew\u00f6hnliche k\u00fcnstlerische Einlage eines Bl\u00e4ser. Dieser versuchte die musikalische Umrahmung einer Beerdigung mitzugestalten obwohl er sein Mundst\u00fcck vergessen hatte. F\u00fcr Leute, welche in der Blasmusik nicht so bewandert sind, ist das etwa vergleichbar wie wenn Michael Schumacher bei einem Formel 1 Start ohne Lenkrad antreten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>In den zur\u00fcckliegenden 50 Jahren wirkten etwa 80 Auernheimer aktiv im Posaunenchor mit. Die Anzahl derer, denen die Lust oder die Ausdauer bis zum ersten \u00f6ffentlichen Auftritt verlassen hatte, konnte leider nicht mehr nachvollzogen werden. Derzeit sind wir 1 Bl\u00e4serin und 15 Bl\u00e4ser. Die Aktivit\u00e4ten des Posaunenchors Auernheim beinhalten nicht nur die musikalische Umrahmung innerhalb der Kirchengemeinde. Wir treten bei unterschiedlichsten Veranstaltungen vor die \u00d6ffentlichkeit, bis hin zur Gestaltung eines Fr\u00fchschoppens in einem Bierzelt. Unser Durchschnittsalter betr\u00e4gt derzeit 48 Jahre und 7 Monate. Wie aus dieser Zahl unschwer zu erkennen ist, \u00fcberwiegt das gesetztere Alter. Wir w\u00fcrden uns deshalb sehr freuen, den einen oder anderen j\u00fcngeren Nachwuchs bei uns begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen. Vielleicht findet auch ein ehemaliger Bl\u00e4ser wieder zur\u00fcck zum Chor. Es w\u00e4re doch schade wenn vielleicht in 10 oder 15 Jahren unser Posaunenchor altersbedingt seinen Dienst einstellen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Auernheim im Mai 2006<\/p>\n<p>Hermann Wittmann<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chronik Posaunenchor Auernheim anl\u00e4sslich 50-j\u00e4hrigem Gr\u00fcndungsfest im Jahre 2006 Wenn ein Posaunenchor sein 50-j\u00e4hriges Bestehen feiert soll dies auch Anlass sein, einiges aus der Geschichte bzw. den Werdegang unseres Chores zu erz\u00e4hlen. Die niedergeschriebene Gr\u00fcndung findet sich im Protokollbuch der Pfarrei. Hier steht unter dem 6. 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