FFW

Unsere Wehr

Hier findet sich bald ein Überblick über unsere Wehr.

Die aktuelle Satzung als PDF (Stand: 10.01.2016)

Fahrzeuge und Feuerwehrhaus

Chronik anlässlich des 125-jährigen Bestehen 2004

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„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“

 

Dieser Grundgedanke ist heute noch genau so aktuell wie vor 125 Jahren, als unsere Gründungsväter die Feuerwehr ins Leben gerufen haben.
Durch das Wachsen unseres Ortes stieg zwangsläufig die Gefahr der Ausbreitung eines Feuers an, auch bedingt durch die damalige Bauweise, bei der viel Holz und andere leicht brennbare Baustoffe verwendet wurden.
Ebenfalls eine große Gefahr ging in der damaligen Zeit von den Beleuchtungsmitteln, wie Laternen und Kerzen aus.
Wasserleitungen gab es damals noch nicht, es musste Wasser mit Hilfe von Eimerketten vom Brunnen zu der oft weit entfernten Brandstelle gefördert werden. Zudem wurden die Löscharbeiten durch fehlende Geräte und durch eine nicht organisierte und schlecht zusammenarbeitende Mannschaft erschwert.

Um das Hab und Gut der Bewohner Auernheims bei Bränden besser schützen zu können und Gefahr von Mensch und Tier abzuwenden, trafen sich Auernheimer Bürger zur Gründung einer Wehr.

Die Freiwillige Feuerwehr Auernheim wurde laut Urkunde des Bayerischen Landes-Feuerwehrverbandes am 20. August 1879 gegründet und in die Grundliste eingetragen.

Es waren 51 Mann, die mit einer 2 Mann Druckspritze und mit 218 m Schlauchmaterial ausgerüstet waren. Näheres über die Gründungsmitglieder, sowie der Name des 1. Kommandanten ist nicht bekannt.

Am 28. Juli 1929 feierte die Freiwillige Feuerwehr Auernheim ihr 50-jähriges Bestehen. Im gleichen Jahr wurde auch eine leistungssärkere Druckspritze, gezogen von einem Pferdegespann sowie mit 4 Mann betriebe

n und einem handgezogenen Schlauchwagen angeschafft.

Die Versorgung der Feuerwehr mit ausreichend Löschwasser war zur damaligen Zeit nicht gewährleistet. Es gibt in Auernheim keinen Bach oder offenes Gewässer, zu dem. In den Sommermonaten konnten die Trinkbrunnen nicht einmal die Bevölkerung sowie dien Tierbestand ausreichend mit Wasser versorgen. Um Abhilfe zu schaffen wurde am Ortsrand ein Löschteich errichtet.
Erst mit der Anschaffung eines TSV-Anhängers mit einer BMW-Motor angetriebenen Druckspritze im Jahre 1946 war es möglich, größere Mengen Löschwasser zur Brandbekämpfung in den Ortskern zu pumpen.

Im Jahre 1968 hat die Gemeinde Auernheim die Scheune der Familie Dinkelmeier erworben und mit großem finanziellen Aufwand zu einem Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchwaschanlage und Trockenturm umgebaut.

1969 wurde die Feuerwehr mit einem neuen Löschfahrzeug TSF mit einer leistungsstarken Tragkraftspritze TS 8/8 von der Fa. Bachert ausgerüstet.

Auch in jüngster Vergangenheit musste unsere Wehr große Herausforderungen bestehen.
Infolge großer Hitze entlud sich in der Nacht vom 16. zum 17. Juni 1981 ein heftiges Gewitter. Ein Blitz schlug in das Anwesen von Wilhelm Kreß ein. Die gesamte Scheune brannte bis zu den Grundmauern nieder, wobei die gesamte Ernte dem Feuer zum Opfer fiel, der Tierbestand und die Nachbargebäude konnten gerettet werden.

Durch Selbstentzündung der Heuernte brannte am 27. Juni 1983 die Stallscheune des Hagenhofs ab. Die Löscharbeiten waren sehr schwierig, da das ganze Gebäude in Holzbauweise errichtet war. Auch Teile des eingesetzten Heuwehrgeräts konnten nicht mehr rechtzeitig geborgen werden und verbrannten. Tiere und Nachbargebäude konnten von den Flammen gerettet werden.

Mit der Einweihung des Alten-Pflegeheimes im November 1983 kamen völlig neue Aufgaben auf die Feuerwehr Auernheim zu. Neben der traditionellen Brandbekämpfung musste auch das Retten der pflegebedürftigen Heimbewohner geübt werden.

Im Februar 1990 hatte der Jahrhundertsturm Wibke auch in Auernheim eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die komplette Feuerwehr war viele Stunden im Einsatz, um die Zufahrtsstraßen von umgestürzten Bäumen zu räumen.

Im September 1991 wu

rde nach 2-jähriger Bauzeit und einem hohen Anteil an Eigenleistungen ein neues Feuerwehrhaus mit Schlauchwaschanlage, Schränktrocknung, Schulungsraum und Küche eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Bei den Einweihungsfeierlichkeiten wurde ein Gottesdienst im Feuerwehrhaus gehalten, anschließend wurde bei einem Tag der offenen Tür mit Schauübungen den ganzen Tag gefeiert.

1996 wurde ein geländegängiges Tanklöschfahrzeug von der Gemeinde Heidenheim erworben. Ausgestattet mit einem 800 l – Wassertank sowie Heckeinbaupumpe und Schnellangriffschlauch zeigte sich dieses Fahrzeug sehr evident, besonders bei Mähdrescher und Strohackerbrand.

1998 wurde das alte Feuerwehrhaus verkauft. Um die historischen Löschgeräte aufbewahren zu können, musste ein Anbau am neuen Feuerwehrhaus gebaut werden. Dieser Anbau wurde komplett durch Eingenleistungen errichtet.

Auf Grund der Errichtung eines Erweiterungsbaues des AWO-Pflegeheimes wurde die FFW Auernheim im Jahre 1999 mit schwerem Atemschutz ausgerüstet. Es wurden 4 Atemschutzgeräte mit 8 Ersatzflaschen angeschafft und 16 Atemschutzträger ausgebildet.

Am 2. Weihnachtsfeiertag 1999 wütete der Strum Lothar über Auernheim. Unser Dorf war mehrere Stunden von der Außenwelt abgeschnitten. Alle Zufahrtsstraßen waren durch umgeknickte Bäume blockiert; auch die Stomversorgung war bis in die späten Abendstunden unterbrochen. Am schlimmsten war es auf der Staatsstraße in Richtung Schlittenhart. Auf einer Länge von mehreren hundert Meter musste die Straße freigeschnitten werden und Bäume mit schweren Räumgeräten entfernt werden.

Im Jahre 2000 brannte eine Holzlagerhalle und das Außenlager des Sägewerks Wöllmer, dass vermutlich vom „Feuerteufel“, der schon seit geraumer Zeit sein Unwesen trieb, angezündet wurde. Nur den Großeinsatz der Feuerwehren und der günstigen Wetterlage war es zu verdanken, dass das Sägewerk und Teile des Holzlagers von den Flammen gerettet werden konnten.

Am …. 2002 schlug der „Feuerteufel“ wieder zu und legte erneut Feuer im Holzlager des Sägewerks Wöllmer. Auch der Brand einer Gemeinschaftsmaschinenhalle in Schlittenhart wird dem „Feuerteufel“ zugerechnet.

Am 20. Oktober 2002 trafen sich im Schulung

sraum des Feuerwehrhauses 13 Jungen und ein Mädchen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren zur Gründung einer Jugendfeuerwehr. Zur Betreuung der Feuerwehranwärter wurden 2 Jugendwarte berufen.

Manfred Röthel, 1. Kommandant